Am Begegnungshaus „Jakubetzstift“ sind die Arbeiten zur Trockenlegung der Wände des Bennosaals auf der Zielgeraden. Ende April hatte die Tiefbaufirma Schuster aus Elstra den Hof aufgegraben und den Sockel des Gebäudes freigelegt. Anschließend konnte die Firma Hoffmann Bau aus Haselbachtal damit beginnen, die mehr als 90 Zentimeter dicken Wände des Bennosaals an Giebel- und Hofseite aufzusägen. Um das Mauerwerk zu Durchtrennen führten die Experten für Bautenschutz eine Diamantseilsäge über Umlenkrollen durch die Wände. Dann konnte das Mauerwerk durch den Einbau von Isolierplatten gegen aufsteigende Feuchte gesichert werden. Der erst 2022 sanierte Holzboden im Saal wurde bei diesen Arbeiten durch eine eingeklebte Folie geschützt.
Putz- und Malerarbeiten im Bennosaal stehen noch an
In den kommenden Tagen soll nun der Sanierputz im Saal wieder vervollständigt werden. Der war für die Trockenlegung im Sockelbereich heruntergenommen worden. Außerdem wurden Schadstellen im Wandputz abgefräst. Aktuell wird auch der Einbau einer Lüftung vorbereitet. Dafür sind schon vier große Löcher in die Wände gebohrt worden. Die Lüfter sollen künftig feuchte Raumluft nach draußen befördern und für Frischluftzufuhr sorgen.
Pflasterarbeiten starten
Im Juni wird auch der Hof wieder zugepflastert. Dabei müssen größere Teile des Granitpflasters aufgenommen werden als geplant. Grund ist der schlechte Unterbau. Im Zuge der Pflasterarbeiten wird die Entwässerung der Flächen optimiert. Dazu werden auch neue Hofeinläufe gesetzt. Senken und Stolperstellen werden beseitigt. Dass sich auf dem Pflaster bei Regen große Pfützen bilden, soll damit der Vergangenheit angehören.
Neuer Saal im Obergeschoss seit April nutzbar
Im Obergeschoss des Jakubetzstifts ist im März ein zweiter großer Veranstaltungsraum fertig geworden. Er ist so groß wie der Bennosaal und bietet Platz für 60 Personen. Im April fanden dort erste Feiern und Vortragsabende statt. Maler Michael Serbin hat Wände und Decke in hellen Farben gestaltet, die Firma Kriege einen Vinylbelag in Holzoptik verlegt. So ist aus zwei vormals kaum genutzten Räumen ein neues Schmuckstück entstanden. Geplant ist, im Dachgeschoss noch einen weiteren Gruppenraum ähnlicher Größe herzurichten. Der Ausbau dort wird nach Abschluss der Arbeiten im Erdgeschoss wieder Fahrt aufnehmen.
Brandschutz-Prüfung abgeschlossen
In Prüfung war lange noch, ob und was hinsichtlich des Brandschutzes am Gebäude nachgebessert werden muss. Wir hatten als Betreiber des Begegnungshauses dazu ein Brandschutz-Konzept erarbeiten und den Gebäudezustand mit aktuellen gesetzlichen Vorgaben abgleichen lassen. Neben den Bauingenieuren Kati Scholze und Mathias Görigk aus unserem Verein hat sich damit auch ein Brandschutz-Sachverständiger aus einem Kamenzer Planungsbüro befasst. Ein Gutachter kam sich das Haus ansehen.
Im Mai hat die Bauaufsicht die neu erstellten Pläne zum baulichen Brandschutz im Jakubetzstift genehmigt und Auflagen erteilt. Wir bewerten diese Auflagen als umsetzbar. Viele Verbesserungen wurden im Zuge der laufenden Sanierung schon erreicht. So wurde zum Beispiel fast die komplette Elektroanlage modernisiert. Einer Weiternutzung als Begegnungshaus steht so nichts im Weg.
Der Verein(t) für Wittichenau e.V. und die katholische Pfarrgemeinde investieren im aktuellen Bauvorhaben rund 148.000 Euro in die Sanierung des Jakubetzstifts. Ein Großteil der Summe wird über Fördergelder der Europäischen Union und des Bonifatiuswerkes finanziert.

