Elternabend: Rechtsradikalismus unter Jugendlichen
Rechtsextreme Inhalte und Botschaften begegnen Jugendlichen heute nicht nur auf dem Schulhof oder in einschlägigen Jugendgruppen, sondern zunehmend auch in sozialen Medien, Chats, Gaming-Communities und alltäglichen Jugendkulturen. Provokante Memes, bestimmte Codes, Musik, Videos oder scheinbar harmlose politische Aussagen können dabei Teil einer Entwicklung sein, die für Eltern oft schwer einzuschätzen ist. Gleichzeitig ist längst nicht jedes provokante Symbol oder jeder rechte Spruch ein Hinweis auf eine gefestigte rechtsextreme Haltung.
Die Bildungsveranstaltung richtet sich insbesondere an Eltern und andere Erwachsene, die mit Jugendlichen zu tun haben. Sie gibt einen Einblick in aktuelle rechtsextreme und für Jugendliche relevante Szenen und Strukturen – mit besonderem Blick auf die regionale Situation.
Im ersten Teil vermittelt ein fachlicher Vortrag Hintergrundwissen:
- Welche rechtsextremen Szenen, Gruppen und Erscheinungsformen sind für Jugendliche heute relevant?
- Wie treten rechtsextreme Inhalte in sozialen Medien und digitalen Jugendkulturen auf?
- Welche Symbole, Codes, Memes, Musikstile und Signale können eine Rolle spielen?
- Welche Veränderungen im Verhalten, im Freundeskreis oder in den Interessen können Anlass sein, genauer hinzuschauen?
- Wie lassen sich ernsthafte rechtsextreme Orientierungen von Provokation, Gruppendruck oder jugendlichem Tabubruch unterscheiden?
- Was können Eltern konkret tun, wenn sie bei ihrem Kind eine problematische Entwicklung beobachten?
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Jugendliche vorschnell anhand von Kleidung, Musikgeschmack oder einzelnen Symbolen einzuordnen. Vielmehr soll vermittelt werden, wie verschiedene Anzeichen im Zusammenhang betrachtet werden können und warum das persönliche Gespräch mit Jugendlichen eine zentrale Rolle spielt.
Im zweiten Teil steht der Austausch im Mittelpunkt. Anhand konkreter Situationen aus dem Familien- und Jugendalltag werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickelt: Wie spreche ich mein Kind an? Wo liegen sinnvolle Grenzen? Wann reicht ein Gespräch nicht mehr aus? Und wo können Eltern Unterstützung und Beratung finden?
Die Veranstaltung möchte Eltern Sicherheit im Umgang mit einem schwierigen Thema geben, ohne Angst zu machen. Sie zeigt, worauf Erwachsene achten können, wie sie im Gespräch bleiben und welche Möglichkeiten sie haben, wenn aus einem vermeintlichen „Jugendlichen-Spruch“ eine ernsthafte rechtsextreme Orientierung zu werden droht.
Referenten: Christian Schäfer vom Kulturbüro Sachsen und Melanie Hainke, Projektmanagerin bei der Domowina, dem Bund Lausitzer Sorben.
Details
- Datum: 10. Dezember
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Zeit:
18:30 - 21:00
Veranstaltungsort
- Jakubetzstift
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Bautzener Straße 30
Wittichenau, Sachsen 02997 Deutschland Google Karte anzeigen - Veranstaltungsort-Website anzeigen